Eine Ausstellung nicht nur für Kinder bis zum 10. September 2004

Die Lebenswelt von Astrid Lindgren

Pippi Langstrumpf erobert das Westerländer Rathaus

Aufgrund des großen Erfolges und der positiven Resonanz auf die Astrid-Lindgren-Ausstellung im Sommer 2001 (über 12000 Besucher) verwandelt sich das Westerländer Rathaus vom 24. Juli bis 10. September wieder in eine große Villa Kunterbunt, in der Pippi Langstrumpf und Co. ihr Unwesen treiben werden.

Die Ausstellung "Die Lebenswelt der Astrid Lindgren" im Westerländer Rathaus wurde feierlich eröffnet durch Bürgervorsteherin Gerda Wimmer, die in ihren einleitenden Worten die große Kinderbuchautorin würdigte und an ihre Kindheit zurückdenken musste, die sie sich ohne Pippi Langstrumpf oder Michel gar nicht vorstellen könne.

Fernsehmoderatorin Eva Herrmann übernahm die Schirmherrschaft und war auch persönlich anwesend. Bei ihrer Ansprache überbrachte sie Grüße ihrer Bühnenkollegin Bettina Tiedjen (beide treten am 14. + 15. 08. im Meerkabarett auf, siehe unter Feuilleton), die leider nicht erscheinen konnte. Schauspieler Peter Lohmeyer, der seinen "Filmsohn" aus "Das Wunder von Bern" mitbrachte, gab schon mal ein kurze Leseprobe aus Pippi Langstrumpf. Kirsten Boie sprach auch über die Schwierigkeiten, die Astrid Lindgren hatte, als sie Pippi Langstrumpf erfand, Pädagogen kritisierten anfangs Pippi als pädagogisch gefährlich. Jedoch noch heute lieben alle Kinder Pippi Langstrumpf, die Bücher sind bis heute in über 80 Sprachen übersetzt worden. Abschließende Dankesworte wurden von Organisator Matthias Blum selbst gehalten.

Eva Herman und Hund Frau Krise mit Peter Lohmeyer

Unter den geladenen Gästen waren auch Kampens Leiterin der Kurdirektion Birgit Friese und Bürgermeister Harro Johannsen, Peter Lohmeyer liest auch im Kampener Literatursommer (siehe Feuilleton).

Ein noch eingeschweißtes Fußball-Trikot für Peter Lohmeyer von Matthias Blum

 

Die Ausstellung gibt es seit dem 14. November 1997. Anlass war der 90. Geburtstag von Astrid Lindgren.

Über 100.000 Besucher haben sich diese Schau über die berühmte Kinder- und Jugendbuchschriftstellerin in vielen Städten (Köln, Stuttgart, Magdeburg, München, Osnabrück, Göttingen, usw.) angesehen.

Blumen für Eva Herman nach ihrer Ansprache, hier mit Peter Lohmeyer (Mitte) und Organisator Matthias Blum (li.)

Organisator und Erfinder der Ausstellung: Matthias Blum, der Astrid Lindgren persönlich traf, mit Michel und Pippi

Neben der Ausstellung gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm:

Astrid-Lindgren-Gute-Nacht-Geschichten einmal in der Woche in der Villa Kunterbunt, Obere Strandpromenade, 3 Diavorträge, 2 Lesenächte, 2 Lesungen (Kirsten Boie und Peter Lohmeyer), einen Vortrag der Astrid-Lindgren-Biografin Sybil Gräfin Schönfeldt und sowie ein Kalle Blomquist-Detektivspiel, dass über die Buchhandlung zu H. B. Jensen führt. Ob in einem Literaturhaus oder einem Museum, einer Bibliothek oder einer Universität, Kinder und Erwachsene fühlten sich gleichermaßen angezogen und hatten die Möglichkeit, die Welt von Astrid Lindgren zu erleben.

Am 28. Januar schlief Astrid Lindgren im Alter von 94 Jahren in ihrer Stockholmer Wohnung ruhig und sanft ein. Diese Ausstellung möchte ihr Leben und ihr Werk, das weit über ihren Tod hinaus gehen wird, bewahren und pflegen. Neben der Ausstellung in den Nordischen Botschaften in Berlin zum Tod von Astrid Lindgren war die Präsentation vor 3 Jahren im Rathaus Westerland der Höhepunkt in den 7 Jahren Ausstellungszeit. Die für ein Rathaus fast einmalige und warme Atmosphäre trug dazu bei, das es zu einer Wiederholung kommt. Die Ausstellung im Rathaus ist kostenlos. Es wir aber trotzdem um eine kleine Spende gebeten. Dieses Geld sowie die Einnahmen aus Lesenächten, Diavorträgen und Lesungen werden zur Hälfte gespendet. Das Geld dient dazu, in Westerland die Spielplätze zu modernisieren bzw. neue Spielgeräte anzuschaffen. Die andere Hälfte wird benutzt, um die Ausstellung zu erweitern.

Öffnungszeiten im Westerländer Rathaus: Montag bis Freitag 9 - 16 Uhr, Samstag und Sonntag 15 - 18 Uhr

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